Mein steiniger Weg zur perfekten Langhaarfrisur

Die Pubertät

An meine Pubertät kann ich mich auch heute noch sehr gut erinnern, denn einmal auf die Zeit zurückgeschaut ist es jene, die mein Leben komplett veränderte. Natürlich wusste ich damals schon wie heute, dass sich mein Körper in dieser Zeit stark verändern würde, mein Körper frauliche Konturen annimmt, mit allem, was eben dazugehört. Aber auch die ganzen Nebenerscheinungen, welche die Pubertät so mit sich bringen, habe ich wohl komplett mitgenommen, ohne dabei auch nur eine auszulassen. Ich war zeitweise übersät von Pickeln, hatte also unreine Haut und auch die Stimmungsschwankungen und Zickereien wären, mal im Nachhinein drüber nachgedacht, bestimmt öfters mal Grund genug für meine Eltern gewesen, um mich ins Heim zu stecken! Ich verbinde jedoch noch eine weitere Veränderung an mir mit meiner Pubertät, denn seitdem habe ich stark damit zu kämpfen – meiner Haarstruktur!

Meine Familie

Noch heute erinnere ich mich an die Worte meiner Familienmitglieder und Leuten aus meinem Bekanntenkreis, als sie mich um meine Haare beneideten und in der Tat, ich hatte als Kind die Haare, die sich wohl jede Erwachsene in ihren Träumen wünscht. Langes, dichtes, blondes Haar und akkurate Engelslocken – wie eine echte Prinzessin! Ich habe meine Haare als Kind wirklich geliebt und sah immer mit Angst in den Augen den alljährlichen Friseurtermin entgegen, den meine Mutter immer für mich machte. Gut, in gewisser Hinsicht konnte ich sie natürlich auch verstehen, denn die langen und dichten Haare erforderten eine Pflege, die ich in meinem Trotz als kleines Kind nur widerwillig über mich ergehen ließ und so erinnere ich mich auch noch an die für mich damals endlos erscheinenden Abende, an denen sich meine Mutter mit mir vor den Fernseher saß, und mir meine wallende Mähne entfitzte.

Meine Haare

Es war nicht so, dass ich meine Haare nie gekämmt habe, aber oft habe ich nur oberflächlich gekämmt, gerade wenn sich im Hinterkopf Bereich wieder dieses unangenehme „ziepen“ gespürt habe! Meine Mutter schien dafür wohl ein Gespür zu haben und machte regelmäßige Kontrollen, um Schlimmeres zu vermeiden. Unter „Schlimmeres“ verstand ich, dass meine Haare wieder so verfilzt waren, dass meine Mutter einmal aus Verzweiflung zur Schere gegriffen hat – es hatte Jahre gedauert, bis die Haare wieder annähernd die Länge erreichten, die mir gefiel und so ließ ich, wenn auch widerwillig, die Kämmeinheiten über mich ergehen, gerade auch weil meine Mutter mich nur zu gern darauf hinwies, mir die Haare kurz schneiden zu lassen, wenn ich mich ihr nicht füge! Irgendwann, ich glaube so ab der fünften oder sechsten Klasse habe ich selbst das Bewusstsein für meine Haare für mich entdeckt, vielleicht auch, weil ich wusste, dass mich viele Klassenkameradinnen um meine Haare beneideten. Das waren auch so die ersten Anzeichen für meine Pubertät, denn zu dieser Zeit begann für mich langsam die Experimentierphase für mein Aussehen. Natürlich liebte ich auch als Kind schon die Rolle der Prinzessin, aber ab ungefähr 11-12 Jahren begann auch die Phase, in der man sich und sein Aussehen immer wieder neu erfand. Dies galt auch für meine Haare!

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